Was kostet eine Markise wirklich? Preise, Versteckte Posten, Förderung

Kosten

Was kostet eine Markise wirklich? Preise, Versteckte Posten, Förderung

21. Juni 2026 · 8 Min. Lesezeit

„Was kostet eine Markise?“ ist die häufigste Frage – und die mit der unbefriedigendsten Antwort. Statt einer Zahl bekommen Sie hier eine Aufschlüsselung, mit der Sie jedes Angebot in fünf Minuten bewerten können.

Typische Preisspannen 2026

Eine Gelenkarmmarkise mit 4 m Breite und 3 m Ausfall, Funkmotor und Standardtuch liegt schlüsselfertig zwischen 1.800 und 3.200 €. Senkrechtmarkisen mit Zip‑Führung starten bei etwa 1.200 € pro Element. Pergolamarkisen mit Lamellendach beginnen bei rund 6.500 €.

Was im Preis enthalten sein muss

Achten Sie auf vollständige Positionen im Angebot – nicht auf den Endbetrag allein.

  • Gestell inkl. Befestigungskonsolen
  • Tuch inkl. Volant
  • Motor mit Funkhandsender
  • Aufmaß, Anlieferung, Montage, Einweisung
  • Entsorgung der Altanlage

Häufige versteckte Posten

Diese Positionen verschwinden in Angeboten gern in einer Sammelzeile – fragen Sie aktiv nach:

  • Spezialdübel für WDVS (150–400 €)
  • Gerüst bei Montage über 4 m Höhe (200–600 €)
  • Statikprüfung bei Sondersituation (150–300 €)
  • Wind‑/Sonnensensor (100–250 €)
  • Anfahrt > 30 km (Kilometerpauschale)

Wo sparen sinnvoll ist – und wo nicht

Sparen Sie nicht beim Tuch und nicht beim Motor. Ein gutes Acryltuch hält 5–7 Jahre länger als ein billiges Polyester, der Aufpreis liegt bei 8–12 % vom Gesamtpreis. Sparen können Sie hingegen bei der Farbauswahl (Standardfarben sind günstiger), bei LED‑Beleuchtung (nachrüstbar) und bei optischem Zubehör wie Bezugsblenden.

Förderung und steuerliche Absetzbarkeit

Eine direkte Förderung wie bei Heizungen gibt es für Markisen nicht. Vermieter können den Einbau jedoch als Erhaltungs‑ oder Modernisierungsmaßnahme absetzen. Privathaushalte können den Lohnanteil der Handwerkerleistung gemäß § 35a EStG mit 20 % (max. 1.200 €/Jahr) von der Steuer absetzen – wichtig: Rechnung mit ausgewiesenem Lohnanteil und Überweisung statt Bargeld.

Finanzierung über den Fachbetrieb

Viele Fachbetriebe bieten 0 %‑Finanzierung über Partnerbanken (z. B. BNP, Targobank). Das ist meist günstiger als ein Dispokredit, aber teurer als ein klassisches Bauspar‑ oder Modernisierungsdarlehen. Vergleichen lohnt sich.

Weiter im Ratgeber